Kategorien
Allgemein Uncategorized

Dick spachteln

Ich habe beim Testfliesen herausgefunden, dass bei der Verwendung einer 4mm Zahnspachtel der Fliesenkleber letztlich nur 1mm stark ist. Teils brauch ich aber eine 2mm starke Schicht, um mit den Fliesen auf Niveau zu kommen.

Es wäre schon möglich eine 2mm Dicke Fliesenkleber-Schicht zu erreichen – man müsste allerdings eine 6er Spachtel nehmen und zusätzlich die Zähne ein wenig breiter flexen (weil auch bei einer 6er Spachtel der Kleber letztlich nur 1,5mm ist).

Außerdem ist es wohl schwierig bei so einer dicken Kleberschicht die kleinen Mosaikfliesen sauber in Position zu bringen, ohne dass sie verrutschen oder das Ganze uneben wird. Dazu kommt, dass der Kleber, den ich verwende sehr teuer ist. Also hab ich mir eine Methode überlegt, wie ich, wo nötig, 1 bis 2mm Dicke aufbringen kann.

Z.B. in folgendem Fall (ein Steher des Waschtischs) ergab das Verkleben von 5 Schichten Fermacell (je 10mm) eine Gesamtdicke von 52mm (der Kleber hat ca 0,5mm Dicke, wenn man ihn sehr dünn aufträgt und die Platten gut verpresst). Die Fliesen sollen letztlich aber einen Abstand von 6,4mm haben (an der Front sind 3 Fliesen zu je 20mm und je 1mm Luft). Nachdem die Fliesen aber nur ja 4mm stark sind, müsste der Fliesenkleber 2mm dick sein.

IMG_1666

Also hab ich den Steher 1mm zu weit rechts gesetzt und mit der Zahnspachtel links Rillen aufgezogen mit günstigerer Spachtelmasse. Bei der 4er Spachtel sind das ca 1,5, wenn man sie sehr schräg hält, oder 2mm wenn man sie 45° hält. Ich hab sie sehr schräg gehalten – damit ich noch 0,5mm Platz hab für den Dichtstreifen (orange im Bild).

IMG_9543

Wenn die Spachtelmasse ausgehärtet ist, kann man einfach die Rillen wiederum zuspachteln – und man hat sehr präzise den Steher um 1,5mm verbreitert. (In diesem Fall sind die Rillen mit Fliesenkleber gefüllt, weil ich noch bisschen Kleber übrig hatte vom Verkleben der Tischplatte. Dieser Kleber ist zwar auch kunststoffvergütet und flexibel aber nur ein S1 Kleber und nicht ganz so teuer wie der Ardex S2 Kleber, den ich letztlich für das Mosaik nehme. Dazwischen hab ich Primer aufgetragen – weil sich gipsbasierte und zementbasierte Materialien nicht so gut vertragen – es könnte zu einer chemischen Reaktion kommen und die Materialen würden sich voneinander ablösen. Der Primer trennt Spachtlemasse und Fliesenkleber).

 

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Starygrad, ein Land im 4.OG

IMG_9436

Ich hatte mich mal wieder verrechnet…und kam drauf, dass mir doch noch etliche dieser Fermacell-Platten fehlen für meine Wände und Bauten.

Ich bau sehr gern mit diesen Platten – das sind ganz dicht gepresste und sehr stabile Platten aus Gips und Zellulose. Man kann damit eher wie ein Tischler arbeiten als ein Maurer. Aber sie sind eben sehr schwer…

Eine Platte ist 1,5x1m groß, und ich brauchte 14 Stück. Sind ca 300kg. Und 4 Stockwerke.

Ich hatte schon überlegt, ob ich sie liefern lasse oder wieder wen bestell zum Herauftragen wie beim letzten mal. Aber irgendwie war mir nach selber machen. Und der Heinrich war so nett mir den VW Bus zu leihen. So war die ganze Angelegenheit in weniger als 3h erledigt.

Der Muskelkater in den Waden hielt dann allerdings 3 Tage…

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Brache

Der Schub von Animies Besuch hielt leider nicht lange, es war irgendwie die Luft raus. Ich musste auch immer mal wieder nach Ludwigsburg wegen des Schnitts vom Diplom.

 

Winterbrache Winterbrache 1 Winterbrache 2 Winterbrache 3 Winterbrache 4 Winterbrache 5 Winterbrache 6 Winterbrache 7 Winterbrache 8 Winterbrache 9 Winterbrache 10 Winterbrache 11 Winterbrache 12 Winterbrache 13 Winterbrache 14 Winterbrache 15 Winterbrache 16 Winterbrache 17 Winterbrache 18 Winterbrache 19 Winterbrache 21 Winterbrache 22 Winterbrache 23 Winterbrache 25 Winterbrache 26 Winterbrache 27 Winterbrache 28

IMAG0139 IMAG0140 IMAG0259 IMAG0260

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Die Animie Offensive

Animie war ja schon mal gemeinsam mit Mariedi im Sommer dieses Jahres (2007) auf Besuch gewesen. Wir waren mit dem Auto einiges einkaufen und die beiden hatten geholfen beim Putzen, Blumen einsetzen etc.

Mittlerweile war es Winter geworden und Animie kam diesmal alleine.

Der Diplomfilm war ja so weit zumindest gedreht, der Schnitt war bei der Cutterin und der Renovierung stand eigentlich nichts im Wege. Außer dass ich nach dem über alle Maßen schrecklichen Diplomdreh total kaputt war, vor allem, wo ich davor eigentlich schon am Ende meiner Kräfte war. Ich hätte in diesem Zustand niemals mein Diplom drehen dürfen, und so ging es am Ende auch alles schief, man hätte es sich glatt sparen können. Aber im Nachhinein ist man immer klüger. Und ich hatte damals einfach nicht die Kraft mich dem Lauf der Dinge zu widersetzen.

Umso hilfreicher war, dass Animie kam und mit mir eine Offensive in der Wohnung startete.

Ich arbeitete damals ja tageweise im Museum für 8€/h, zudem ein ziemlich fader Job…

Winterbrache 29 Winterbrache 30

…was aber das Gute hatte, dass ich in Ruhe während der Arbeit den Plan für das Bad zeichnen konnte. Jener Plan, der bis heute ziemlich exakt nach damaligem Stand umgesetzt wird.

Die Animie Offensive

Animie packte einstweilen zu Hause an! Und als erstes wollte sie den grausigen Boden abschleifen… Aus heutiger Sicht vielleicht eine etwas ungewöhnliche Reihenfolge, aber weg is weg!

DSC04660 DSC04661

Animie machte sich über’s Grobe her und ich machte nach dem Museum die Ecken und den Endschliff.

Parallel stürzte ich mich auf die Wand zur Speisekammer a.D., die damit die längste Zeit eine Speisekammer gewesen war. Nach dem ganzen Filmgefrickel war das Brutal-Sein sehr befreiend…

DSC04657DSC04663

DSC04655  DSC04662 DSC04664

Animie war zwar froh, dass ich meine Blockade überwunden hatte, aber ich glaub, es hätte sie nicht gestört, wenn ich ein bisschen subtiler rangegangen wäre. Aber wenn man einmal anfängt…

DSC04665CIMG9982

Aber am Ende war das schon gut – die Nische würde nun genug Platz bieten, den Esstisch am Fenster aufzubauen, wo es licht ist.

CIMG9976CIMG9978

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Österreich plündern

Nachdem ich die zentralen Gegenstände aus Ludwigsburg aufgebaut hatte und ein paar neue Sachen gekauft, war es Zeit nach Salzburg zu fahren und mein Erbe zu holen sozusagen…inklusive all dem Kram, den ich dort gelassen hatte. Es sollte alles bei mir sein, nichts mehr wo anders, alles hier in meinem Reich.

Aber erst wollte ich die monströse alte Couch rausschmeißen. Was sich allerdings als unmöglich herausstellte. Und es ist mir bis heute unerklärlich, wie der Herr Chmiel jemals das Ding hier reingekriegt hat. Allerdings ist das bei weitem nicht die einzig mysteriöse Sache bezüglich dieser Wohnung.

DSC03452DSC03453

Ich hatte die Couch nämlich verkauft im Internet – aber wie gesagt, wir brachten sie nicht aus der Wohnung. Ich hatte dann noch mal versucht sie zu verkaufen und den Käufer dabei zu überreden sie mit mir gemeinsam über den Balkon abzuseilen…aber das war ihm dann doch zu steil.

DSC03457

Also war der finale Plan, dass die Couch eine zentrale Rolle in meinem Diplomfilm spielen sollte – und zwar in der Rolle als „Das verbrannte Sofa“. Die Aufgabe von Herrn Abel war es, die Couch mit der Stiichsäge in 3 Teile zu zerschneiden und ans Set zu transportieren.

Bis auf die Tatsache, dass davon bis heute meine Eingangstür zerkratzt ist, hat das bis dahin geklappt. Allerdings war mein Szenenbildner so grandios unfähig, dass der Kameramann sich geweigert hat sie letztlich ins Bild zu nehmen.

So diente sie letztlich als Sitzgelegenheit für’s Team in den Drehpausen, bis sie schließlich zum Sperrmüll kam. Ruhmloses Ende für eine ungeliebte Couch.

DSC03535 DSC03536

Umso geliebter ist die Anrichte, die viele Jahre in Hof neben der Stalltür stand. Und die noch eine ganze Weile den Geruch von Heu und Kuhmist in Neukölln verteilen sollte.

DSC03333

Ebenfalls einen prominenten Platz sollte die beiden ehemaligen Wartezimmerstühle aus der Ordination erhalten. So wie das Clown-Poster, das Papa schon in seinem Kinderzimmer hängen hatte und das auch eine prominente Rolle in „Die Ewigen Jungfrauen“ gespielt hat.

Der hässliche Plastikboden war da auch schon rausgerissen, wobei der abgerissene Holzboden darunter auch noch nicht so wirklich schön war.

DSC03364 DSC03365

Im Wohnzimmer machte sich jetz neuköllnisch stilgerecht die 50er Jahre Sitzgruppe von Mariedi breit. Übrigens bis heute.

DSC03455

Und nachdem das schon fast zur Tradition geworden ist, hab ich mal wieder den Schreibtisch umgestellt. Jetzt in der Mitte des Raums als Kommandoposten. Schließlich war ein Film zu dirigieren.

da sitz ichDSC03483

Ebenfalls einen besonderen Platz bekam das Doppelportrait von Mutter&Vater, aufgenommen auf der Terasse bei Annelies vom Käsessen am Karfreitag irgendwann Jahre davor. Auch das hängt bis heute.

DSC03485

Apropos Österreich…irgendwann mal hab ich sogar eine Sachertorte gebacken.

Und angemessen verspeist auf dem neuen Esstisch aus Palisander, den ich mit Animie bei Rooms gekauft hab und den mir die Mama geschenkt hat. Und auf dem ich das hier gerade tippe, nachdem er mittlerweile als Schreibtisch dient – ein Esstisch fehlt ja mangels Küche nicht wirklich…

DSC04169

Der Sommer zog vorbei…

DSC03385 DSC03947 DSC03950 DSC03958

…und Schritt für Schritt wurde das Ganze richtig wohnlich, sogar mit Pflanzen, fachgerecht eingepflanzt von Animie und Mariedi.

DSC04178 DSC04179 DSC04180 DSC04260 DSC04262 DSC04266

Es war regelrecht aufgeräumt, geputzt und möbliert…für Jahre danach hielt es keiner für möglich, dass das schon mal so aussah.

DSC04268 DSC04308 DSC04309 DSC04310 DSC04311 DSC04312 DSC04315 DSC04316 DSC04480 Harry Weserstr.17.7.2007

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Erste Schritte

 

Ich war ja damals beim Entwickeln meines Diplomdrehbuchs, drum hatte ich eigentlich kaum Zeit, aber ich hab versucht nebenbei das Ganze so ein bisschen wohnlicher zu machen und vor allem beginnen zu überlegen, wie das Ganze mal aussehen sollte eines Tages…

Dazu musste ich erst mal natürlich die Substanz untersuchen. Und so fand ich z.B. unter dem grausligen Teppich im Schlafzimmer einen eigentlich schönen Dielenboden, der nur neu gestrichen werden müsste.

Schlafzimmer_Boden

Und unter der hässlichen Rauhfaser verbarg sich ein wundervoll patiniertes Rot.

DSC04161

Dafür fand ich im Kampusch-Zimmer und im Flur riesige Schimmelflecken…

DSC03283DSC03286

Da war offenbar die Einfassung von dem Kamin, der da lief undicht. Zumindest gewesen…wie man auch im Treppenhaus sieht.

DSC03287

Es war aber jetz zumindest trocken. Also begann ich mal Starygrad zu kartographieren.

Bild040

DSC03246

DSC03244

Plan-Wohnung_substanz

Und schon mal die schlimmsten Hässlichkeiten abzubauen.

Bild078

Zum Besuch der Eltern wird natürlich ein Hemd gebügelt…

Bild057

Und eine kleine Bar gab es auch schon. Aus heutiger TiER-Perspektive allerdings mehr als peinliche Auswahl haha.

DSC03247

Dafür genossen wir den Balkon, durch die Markise zur Not sogar bei Regen.

DSC03329

Aber es war ja Sommer…

abends am Balkon

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Quartier beziehen

Nachdem ich erst mal nur die Sachen aus meinem 11m2 Zimmer aus Ludwigsburg mithatte, war die Wohnung schnell eingerichtet.

Als erstes musste natürlich die Anlage aufgebaut werden zwecks der Moral.

DSC02496

Sowie der Arbeits- und Schnittplatz, ich war ja noch Student und der Diplomfilm stand bevor.

Und nachdem ich das von 6 Jahren Ludwigsburg so gewöhnt war, musste erst mal das Bett neben den Arbeitsplatz – der Umstieg von 11m2 auf 91 musste Schritt für Schritt vollzogen werden…ich musste quasi erst reinwachsen in den ganzen neuen Raum…

DSC02497

Nachdem der Nachbar unter mir sich gleich beschwert hatte wegen der Musik (was bei mir einen mittleren Nervenzusammenbruch verursacht hat, weil in meinen Augen damit die Wohnung quasi Schrott war – wenn man nicht vernünftig Musik hören konnte…), hab ich prioritär erst mal ein ausgeklügeltes Entkopplungssystem konstruiert aus Granit und Schaumgummi. Immerhin war das das letzte Mal, dass es Beschwerden wegen Musik gab…

DSC02545

Und die Boxen kamen neben den Fernseher wegen Surround…

DSC02548

Den Arbeitsplatz hab ich dann auch umgestellt, damit sich mir gegenüber ein 2. Arbeitsplatz ergab – denn ich hatte jetzt ja eine Praktikantin haha. Sie sollte eigentlich zuständig sein für die Verschickung meiner Filme an Festivals…allerdings hatte sie nach den 6 Wochen, die sie bei mir verbrachte erst die Hälfte der existierenden Festivals aus meinen gesammelten E-Mails von der Filmakademie extrahiert und so wurde nie je ein Film verschickt. Jahre später erfuhr ich dann, dass es im Internet eine Liste aller Festivals gibt, geordnet nach Kriterien… Man sieht – zum Produzenten und zur Effizienz taug ich wirklich nicht.

DSC02551

DSC02626

Was ich mag, ist der Blick quer durch das Haus vom Balkon durchs Küchenfenster in den Innenhof.

DSC02557

Das Schlafzimmer wurde erst mal als Lager für die Umzugskartons verwendet.

DSC02558

Für die Küche hab ich eine Waschmaschine gekauft und bei Rudis Resterampe auf der Sonnenallee dazu einen Wäscheständer.

DSC02644

Die Rudis Resterampe, wo jetz die schicke Bio Company drin is…

Sonnenallee

Überhaupt ging’s damals auf der Sonnenallee noch günstig her.

DSC02679

Schick waren natürlich auch meine Hausschuhe aus der Heimat im Partnerlook…

DSC02744

…ich hatte mittlerweile ja Elisabeth kennengelernt!DSC02806

Und ich war an der Österreichischen Botschaft zu einer Vernissage eingeladen.

Elisabeth_Purzeltag

Neue Möbel wurden auch gekauft. Z.B. mein Lederglas-Couchtisch um 120€, den ich kürzlich für 150 wieder losgeworden bin…

DSC02762

Bilder aus England noch ausgepackt.

DSC02764

Und meine immer noch geliebte Leselampe.

DSC02766

Mittlerweile war der Frühling da am Balkon…

GoodMorningNeukölln_

…und mit den sprießenden Bäumen sah das Ganze schon sehr viel freundlicher aus.

Innenhof

Vom Balkon aus hatte man fast das Gefühl, als wären unsere Häuser in einen Wald gebaut, statt die Bäume in die Stadt.

vom Balkon

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Der Bestand

Freilich, wenn man sich ansah, in welchem Zustand die Wohnung damals war, war der Preis für damalige Zeiten auch irgendwie gerechtfertigt. Man vergisst das ja viel zu schnell – aber das war schon eine einzige Katastrophe, wenn man ehrlich ist.

Im Flur gruselig abgehängte Holzdecke…mit Plastikholzimitattapete dahinter.

Decke_Flur

Mein persönliches Highlight – das Kampusch-Zimmer – eine riesige schlauchförmige Abstellkammer nach Süden. Ungeheizt und mit Schimmelfleck an der Decke und unter dem hässlichen schmalen Fenster.

DSC02159

Bezaubernd auch die Palmentapete und die auf Holz laminierte Nackte im David Hamilton Look…aus der ich später diverse Schablonen unter Unterlagbrettchen gefertigt habe.

DSC02160

Der absurd große Flur, sinnlos und dunkel und mit hässlich blauem Boden.

DSC02161

Muffige Vorhängchen vorm Stromkasten…

DSC02162

…gammeliger Schuhnische, obligatorischer Rauhfaser überall natürlich…

Flur_Nische1

…und desolaten Türen.

DSC02169

Am schlimmsten im Bad der Boden aus Spanplatten und mit Pattex verklebten Fliesen…natürlich dauermodrig.

DSC02165

Dafür mit Schilfgürtel…

DSC02166

…und türkisen Plastikfliesen.

DSC02168

Kaum weniger schlimm die Küche mit Plastikboden und Brechfliesen.

DSC02172

Zum Heizen eine kleine Küchenhexe.

DSC02173

Und natürlich mit Holzimitatvertäfelung.

DSC02176

Das sinnlos geteilte Südfenster, das zu 2/4 dem Kampusch-Zimmer gehört, zu 1/4 dem Bad und zu 1/4 der Speisekammer…

DSC02181

…hier hinter der Tür.

Daneben eine Billigstspüle mit Gruselfliesen und 5l Boiler. Muffig, weil alles nicht wirklich dicht.

DSC02182

Der Blick aus dem Flur ins Schalfzimmer…mit wellig-fleckigem Teppichboden.

DSC02192

Schon besser der Blick durch die Flügeltür ins Wohnzimmer nach Westen.

DSC02202

Und der Blick im Wohnzimmer Richtung Balkontür und Fenster.

DSC02203

Und in die Gegenrichtung zum Schalfzimmer, inkl. Kachelofen…und kreativer Sonnen-Verwirklichung des Vormieters.

DSC02204 DSC02209

Toll dafür, selsbt im Urzustand, der Balkon…

DSC02211

…mit Markise…

DSC02212

…und damals absurd leerer Straße und Parkplätzen ohne Ende.

DSC02215

Im Wohnzimmer die Cocuhm die ich übernehmen musste und die mir für die erste Zeit tatsächlich als Bett gedient hat.

DSC02216

Renovierungsbedürftig allerdings die Altbautür.

DSC02217

Kategorien
Allgemein Uncategorized

Wie alles begann…

Eines trüben Novembertages des Jahres 2006, kurz vor meinem Geburtstag, fand ich mich an der mir nichts sagenden Ecke Weser-/Weichselstraße in Neukölln wieder – schräg gegenüber der mir bekannten Wohnung vom Herrn Abel – wie mir aber erst einige Tage später klar werden sollte…

Neukölln war nicht meine erste Wahl, man wollte damals nach Kreuzberg – aber das war da schon zu teuer – und von hier aus waren es ja nur 300m bis Kreuzberg, wie mir mein Stadtplan sagte (ein Google Maps auf Papier gedruckt, für die, die sich nicht erinnern können).

Vor allem aber klang die Beschreibung regelrecht ideal: 4. Stock, Vorderhaus, Balkon, Wannenbad – und für das ganze zahlte mein Vormieter, Herr Sven Chmiel, damals 220€/Monat inkl. warm! Ofenheizung allerdings…aber damals suchte man das Abenteuer, nach den Jahren der schwäbischen Verzärtelung in Ludwigsburg.

Weserstrasse31kneipe_unter_mirDSC02062

Als ich die Wohnung dann betrat, war mein Erstaunen noch größer. Die Wohnung erschien mir bei der Besichtigung gar nicxht zu enden – das waren definitiv mehr als die ausgewiesenen 69m2 (wie sich später herausstellen sollte, sind es 91) – und vor allem in den obskuren Schnitt hatte ich mich sofort verliebt.

flur

Der Zustand war freilich eine Katastrophe, von der Einrichtung zu schweigen, aber ich wollte ja was zum Renovieren. Der einzige Haken war: das Bad – viel zu klein für die große Wohnung und ohne Fenster.

bad

Die Küche war dafür riesig. Wenn auch mit gruseliger Holzdecke und katastrophalem Plastikboden. Aber darunter waren Dielen…

koch1 koch2

Im Schlafzimmer ein schlimmer welliger Teppichboden. Aber groß und mit 2 Fenstern.

schlaf1schlaf2

Und das Wohnzimmer inklusive Balkon war dann das Highlight. Zwar nur Sonne bis etwa 14h, aber dafür mit einer sehr hübschen Markise…und der einzige Balkon auf dei Kreuzunbg hinaus, die so groß ist, dass sie für meine Ludwigsburg gewöhnten Augen mit seinem Kopfsteinpflaster beinahe wie ein Platz erschien. Das war ganz klar der Balkon des Captain der Kreuzung…

DSC02066 DSC02068-2 wohn2

Der einzige echte Haken war – die Frau mit den dunklen Haaren. Sie wollte selbstverständlich wie Wohnung auch unbedingt.

Aber es war ganz klar, dass ich das nicht zulassen konnte. Und so begann ein diplomatisches Gefeilsche über etwa 2 Wochen mit regelmäßigen Anrufen bei Herrn Chmiel, damit er mich an die Hausverwaltung empfehlen würde – was er nach Möglichkeit versuchen wollte, nachdem ich ihm die Kohlen, die er noch im Keller hatte versprochen hatte abzulösen, sowie die hässliche Rattan-Couch, die aus einem mir bis heute unerklärlichen Grund irgendwann in die Wohnung gekommen sein muss, aber unmöglich dort wieder rauszubringen war.

Aber natürlich auch ein Geflirte mit allem mir zur Verfügung stehenden Charme mit Frau Ebens, der zuständigen Dame von der Hausverwaltung – einer tollen Frau mit aller professionellen hamburger Härte, aber durchaus offen für die alpenländischen Versicherungen eines jungen Regisseurs und Tischlers, der selbstverständlich dem maroden Bad einen neuen Boden fliesen wollte, sowie den Schimmelfleck im „Kampuschzimmer“ entfernen (einer absurd großen, aber unpraktisch langezogenen Abstellkammer – nach Süden!) – wobei er in beidem natürlich über immense Erfahrung verfügte…

So einigten wir uns darauf, dass ich diese Sanierung innert 3 Monaten zum Selbstkostenpreis erledigen würde und dafür die Miete bei 275€/Monat warm beginnen würde, und dann über 3 Jahre sich auf letztliche 345,- steigern sollte.

Was ich jetzt, 10 Jahre später, immer noch zahle. Übrigens hatte man viele Jahre die Staffelung vergessen gehabt – und bot mir letztlich an in etwa nur die Hälfte der Versäumnisse all dieser Jahre über ein Jahr verteilt nachzuzahlen. Ich habe Frau Ebens nie zu Gesicht bekommen – aber ich kann nur das Beste über sie sagen!

Schnitt