Animie war ja schon mal gemeinsam mit Mariedi im Sommer dieses Jahres (2007) auf Besuch gewesen. Wir waren mit dem Auto einiges einkaufen und die beiden hatten geholfen beim Putzen, Blumen einsetzen etc.
Mittlerweile war es Winter geworden und Animie kam diesmal alleine.
Der Diplomfilm war ja so weit zumindest gedreht, der Schnitt war bei der Cutterin und der Renovierung stand eigentlich nichts im Wege. Außer dass ich nach dem über alle Maßen schrecklichen Diplomdreh total kaputt war, vor allem, wo ich davor eigentlich schon am Ende meiner Kräfte war. Ich hätte in diesem Zustand niemals mein Diplom drehen dürfen, und so ging es am Ende auch alles schief, man hätte es sich glatt sparen können. Aber im Nachhinein ist man immer klüger. Und ich hatte damals einfach nicht die Kraft mich dem Lauf der Dinge zu widersetzen.
Umso hilfreicher war, dass Animie kam und mit mir eine Offensive in der Wohnung startete.
Ich arbeitete damals ja tageweise im Museum für 8€/h, zudem ein ziemlich fader Job…
…was aber das Gute hatte, dass ich in Ruhe während der Arbeit den Plan für das Bad zeichnen konnte. Jener Plan, der bis heute ziemlich exakt nach damaligem Stand umgesetzt wird.
Animie packte einstweilen zu Hause an! Und als erstes wollte sie den grausigen Boden abschleifen… Aus heutiger Sicht vielleicht eine etwas ungewöhnliche Reihenfolge, aber weg is weg!
Animie machte sich über’s Grobe her und ich machte nach dem Museum die Ecken und den Endschliff.
Parallel stürzte ich mich auf die Wand zur Speisekammer a.D., die damit die längste Zeit eine Speisekammer gewesen war. Nach dem ganzen Filmgefrickel war das Brutal-Sein sehr befreiend…
Animie war zwar froh, dass ich meine Blockade überwunden hatte, aber ich glaub, es hätte sie nicht gestört, wenn ich ein bisschen subtiler rangegangen wäre. Aber wenn man einmal anfängt…
Aber am Ende war das schon gut – die Nische würde nun genug Platz bieten, den Esstisch am Fenster aufzubauen, wo es licht ist.













