Nachdem ich erst mal nur die Sachen aus meinem 11m2 Zimmer aus Ludwigsburg mithatte, war die Wohnung schnell eingerichtet.
Als erstes musste natürlich die Anlage aufgebaut werden zwecks der Moral.
Sowie der Arbeits- und Schnittplatz, ich war ja noch Student und der Diplomfilm stand bevor.
Und nachdem ich das von 6 Jahren Ludwigsburg so gewöhnt war, musste erst mal das Bett neben den Arbeitsplatz – der Umstieg von 11m2 auf 91 musste Schritt für Schritt vollzogen werden…ich musste quasi erst reinwachsen in den ganzen neuen Raum…
Nachdem der Nachbar unter mir sich gleich beschwert hatte wegen der Musik (was bei mir einen mittleren Nervenzusammenbruch verursacht hat, weil in meinen Augen damit die Wohnung quasi Schrott war – wenn man nicht vernünftig Musik hören konnte…), hab ich prioritär erst mal ein ausgeklügeltes Entkopplungssystem konstruiert aus Granit und Schaumgummi. Immerhin war das das letzte Mal, dass es Beschwerden wegen Musik gab…
Und die Boxen kamen neben den Fernseher wegen Surround…
Den Arbeitsplatz hab ich dann auch umgestellt, damit sich mir gegenüber ein 2. Arbeitsplatz ergab – denn ich hatte jetzt ja eine Praktikantin haha. Sie sollte eigentlich zuständig sein für die Verschickung meiner Filme an Festivals…allerdings hatte sie nach den 6 Wochen, die sie bei mir verbrachte erst die Hälfte der existierenden Festivals aus meinen gesammelten E-Mails von der Filmakademie extrahiert und so wurde nie je ein Film verschickt. Jahre später erfuhr ich dann, dass es im Internet eine Liste aller Festivals gibt, geordnet nach Kriterien… Man sieht – zum Produzenten und zur Effizienz taug ich wirklich nicht.
Was ich mag, ist der Blick quer durch das Haus vom Balkon durchs Küchenfenster in den Innenhof.
Das Schlafzimmer wurde erst mal als Lager für die Umzugskartons verwendet.
Für die Küche hab ich eine Waschmaschine gekauft und bei Rudis Resterampe auf der Sonnenallee dazu einen Wäscheständer.
Die Rudis Resterampe, wo jetz die schicke Bio Company drin is…
Überhaupt ging’s damals auf der Sonnenallee noch günstig her.
Schick waren natürlich auch meine Hausschuhe aus der Heimat im Partnerlook…
…ich hatte mittlerweile ja Elisabeth kennengelernt!
Und ich war an der Österreichischen Botschaft zu einer Vernissage eingeladen.
Neue Möbel wurden auch gekauft. Z.B. mein Lederglas-Couchtisch um 120€, den ich kürzlich für 150 wieder losgeworden bin…
Bilder aus England noch ausgepackt.
Und meine immer noch geliebte Leselampe.
Mittlerweile war der Frühling da am Balkon…
…und mit den sprießenden Bäumen sah das Ganze schon sehr viel freundlicher aus.
Vom Balkon aus hatte man fast das Gefühl, als wären unsere Häuser in einen Wald gebaut, statt die Bäume in die Stadt.


















